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Akazia Tanya

Warum kann der Umgang mit Pferden Leiden mindern, oder Heilung ermöglichen?

Die Resonanz, die ich in der Arbeit mit dem Pferd erreiche, ist der Spiegel meines inneren Seins und das Messinstrument meiner Wandlungen. Das Pferd bietet aufgrund seiner artspezifischen Eigenschaften als Herdentier, seiner Menschenbezogenheit, seiner differenzierten nonverbalen Kommunikationsfähigkeit, seiner Sensibilität und seiner   Beziehungsfähigkeit ein soziales Erfahrungsfeld, in dem das eigene unbewusste Verhalten erkennbar, nachvollzieh- und entwickelbar wird.

Soziales Lernen wird über das Erleben möglich.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Anregungen zur Verhaltensänderung durch das Pferd vom Menschen leichter angenommen werden, als die häufig als bewertend empfundene Korrektur durch Therapeuten, Trainer, Vorgesetzte, Ausbilder oder andere Personen.

Die`Verhaltenskorrektur´ können die Teilnehmer wertfrei erleben und freiwillig realisieren.

Der Spieltrieb, die Bewegungsfreude und die Neugier des Pferdes spricht den Menschen in seiner Kreativität, Phantasie und Lebensfreude an und läßt diese Lernform zu einem nachhaltigen Erlebnis werden.

Die in unserer Therapie gemachten, bis dahin auf das Pferd bezogenen Verhaltenserfahrungen werden in Transferarbeit für den (Arbeits- und/oder Beziehungs-) Alltag aufbereitet.

In der Therapie werden Basisfähigkeiten erfahrbar, die den Teilnehmern ihre soziale Kompetenz bewusst werden lassen und diese Fähigkeiten für den Alltag verfügbar machen.

Leben und Arbeiten mit allen fünf physiologischen und dem sechsten Sinn der Intuition ist Ziel unserer Arbeit.

Durch den hohen Aufforderungs- und Kooperationscharakter der Pferde, vor allem geprägt durch ihr gewaltfreies Sozialverhalten, bieten sie ein sensibles und erlebnisintensives Medium zur Vermittlung sozialer Kompetenz.

Das angebotene Spektrum der Arbeit mit den Pferden reicht von der `Bodenarbeit´ mit Kontaktübungen, Übungen zum Führen und Geführt werden, als auch die Spiegelung interpersoneller Konfliktsituationen (siehe Fallbeispiel), über Reitübungen (Bsp. Getragen werden und des sich dem Anderen überlassen) bis zu Geländeritten und wird entsprechend des therapeutischen Bedarfs modifiziert. Die Bodenarbeit bietet sich insbesondere für die Einzeltherapie zur Aufarbeitung spezifischer Problemstellungen an. Ausritte in der Gruppe sind für gruppendynamische Lernprozesse ein nahezu ideales Erfahrungsfeld.  Selbst die alltägliche Stallarbeit bietet ein reichhaltiges sozial- und auf natürliche Weise strukturierendes therapeutisches Feld.

Die unmittelbare Verbindung zwischen körperlichem und emotionalem Erleben schafft den nachhaltigen und erlebnisdichten Rahmen reittherapeutischer Arbeit.

 

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Europäischer Förderverein für krebserkrankte Kinder Kecskemét (Ungarn) | KinderkrebshilfeUngarn @ t-online.de