Das ist Kim, meine 2 jährige Tochter. Sehnsüchtig erwartet, schon bevor sie das Licht der Welt erblickte.
Der Tag der Geburt- die Erfüllung eines Lebenstraumes!
Dann der Schock – mein Kind hat Krebs!
Aufstand der Gefühle, Verzweiflung und Selbstvorwürfe, Gedanken der Selbstaufgabe!
Dann ein Blick in die Augen des Kindes, ein flüchtiges Lächeln und ich spürte, wie sich Kraft in mir versammelte und der unbeugsame Wille der Mutter, alles für das Wohl des Kindes zu tun.
Chemotherapie- unsägliche Leiden des Kindes! Die Ärzte tun alles, was in Ihren Kräften steht. Ich schlafe im Krankenhaus neben ihr, höre ihr schnelles Atmen, vernehme das leise Wimmern des Kindes und fühle mich so entsetzlich allein .Werde ich die Kraft aufbringen, das alles durchstehen zu können? Wieso denke ich an mich in diesem Augenblick, Selbstmitleid? Nein dafür darf es keinen Platz in meinem Herzen geben. Kim würgt, sie muss sich erbrechen, ich rufe die Schwester. Tage vergehen und die Welt da draußen ist weit entrückt. Kim und ich, das ist jetzt meine eigene kleine Welt, ein Welt im Taumel zwischen Hoffen und Bangen.
Das Leben hat gesiegt! Kim scheint geheilt, sie spielt neben mir im Wohnzimmer mit ihrem Hund. Wir genießen jeden Tag im Kreise der Familie.
Heute weiß ich, dass nicht allein die Ärzte das Wunder der Heilung vollbracht haben, denn ohne den Beistand der Familie und ehrenamtliche Helfer eines deutschen Elternvereins, die uns psychosozial zur Seite standen, wäre alles viel schwerer gewesen.
Ich danke Gott, dass mir diese Menschen in schweren Stunden halfen und möchte nun mit Hilfe unseres Vereins betroffenen Familien krebserkrankter Kinder beistehen, und bitte um deren Vertrauen.
Jenny Fröbe